Manual I · Das Fundament
Gestalten statt verwalten
Warum gutes Design die Welt verändert
Es begann mit einer Visitenkarte. Am Ende stand eine Verfassung.
Wolfgang Baumbast bat eine künstliche Intelligenz um ein Layout — und geriet in ein Gespräch darüber, was Gestaltung mit Menschen macht. Aus diesem Betriebsunfall wurde ein Buch über den Unterschied zwischen Verwalten und Gestalten.
Das Bild dazu ist ein Gebirgsbach. Wasser ist Energie. Felsen sind Reibung. Ein enges Bachbett tost, schäumt und verschleißt sich; ein weites trägt. Wer verwaltet, lässt die Felsen liegen und regelt das Tosen. Wer gestaltet, weitet das Bett.
Aus diesem einen Bild entwickelt das Buch neun Artikel einer Design-Verfassung — und zeigt, wie aus Wohlwollen Orientierung wird, aus Orientierung gute Gestaltung, aus guter Gestaltung tragfähige Institutionen.
Kein Ratgeber für Designer. Ein Buch für alle, die etwas gestalten: Formulare, Behörden, Webseiten, Besprechungen, Beziehungen. Denn jeder Mensch gestaltet Wirklichkeit. Die einzige Frage ist, ob er es bemerkt.
Woran du damit arbeitest
- Das BachmodellEin Bild, mit dem sich jede Situation lesen lässt: Wo liegen die Felsen, wo ist das Bett zu eng?
- Die zwei Gesichter der ReibungDer Unterschied zwischen formender Reibung, die Gestalt gibt, und blockierender Reibung, die nur Energie kostet.
- Die Design-VerfassungNeun Artikel als Prüfsteine — anwendbar auf ein Formular ebenso wie auf eine Behörde.
Inhalt
- Vorwort · Die Visitenkarte, die ein Buch wurde
- 1 · Der Gebirgsbach
- 2 · Die Felsen
- 3 · Das weite Bachbett
- 4 · Die zwei Gesichter der Reibung
- 5 · Das innere Bachbett
- 6 · Wohlwollen
- 7 · Design beginnt im Herzen
- 8 · Vom Gestalten zum Ermöglichen
- 9 · Wenn Wohlwollen Systeme gestaltet
- 10 · Die Architektur einer kultivierten Gesellschaft
- 11 · Die Design-Verfassung
- 12–20 · Die neun Artikel
- 21 · Das Meer der Wonne
- Nachbetrachtung · Die Visitenkarte ist noch nicht fertig